Therapieangebot für Erwachsene

Herzlich willkommen in der psychotherapeutischen Ambulanz für Erwachsene der Rheinischen Akademie für Psychotherapie!

Unsere Ambulanz bietet psychotherapeutische Hilfe bei unterschiedlichen psychischen Problemen auf der Basis der kognitiven Verhaltenstherapie an.

Bitte beachten Sie, dass wir aus datenschutzrechtlichen Gründen medizinische Fragen oder Fragen nach einem Therapieplatz nicht per Mail beantworten können.

Was bieten wir an?

Vielleicht fragen Sie sich, ob in Ihrem Fall eine Psychotherapie überhaupt notwendig ist, oder ob ein/e Psychotherapeut:in der/die richtige Ansprechpartner:in bezüglich Ihrer Schwierigkeiten ist. 

Im Folgenden finden Sie unterschiedliche Problembereiche, bei denen eine Psychotherapie hilfreich und sinnvoll sein kann:

  • Gefühle der Überforderung, Lustlosigkeit, fehlender Antrieb, Erschöpfung
  • Traurigkeit bis hin zu Selbstmordgedanken
  • Angst davor, Entscheidungen zu treffen
  • Einsamkeit, fehlende soziale Kontakte
  • Schwierigkeiten und/oder Angst im Kontakt mit anderen Menschen
  • Ständiges Ängstlichsein oder plötzliche Angstanfälle, Furcht vor bestimmten Objekten oder Situationen wie z.B. enge Räume, Menschenansammlungen, Höhe, aber auch Tiere, Prüfungssituationen, Angst vor dem Erbrechen, vor öffentlichen Toiletten (Paruresis) u.s.w.
  • Schlafstörungen, Albträume
  • Eine sehr gehobene, euphorische Stimmung mit einer deutlichen Antriebssteigerung, die auch Nahestehenden auffällt
  • Quälende Gedanken, über die das Sprechen schwer fällt (z.B. Gefühle von Schuld, Scham, Hass, Unzulänglichkeit, die Sorge verfolgt oder fremdbestimmt zu werden, ...)
  • Ständiges sich sorgen, auch über Alltagsdinge
  • Immer wiederkehrende, zwanghafte Handlungen oder Verhaltensweisen bzw. Rituale (z. B. Waschen/Duschen, Zählen, Kontrollieren, Ordnen, Wiederholen von Tätigkeiten und Gedanken usw.)
  • Schmerzen und Krankheitsgefühle die durch medizinische Befunde nicht ausreichend erklärt werden können, Angst vor Krankheiten
  • Eine belastende Lebenssituation (z.B. Arbeitsplatzverlust, Trennung, schwere Krankheit, Tod, ...), die alleine nur schwer oder nicht zu bewältigen erscheint
  • Belastende oder traumatische Erlebnisse, die noch nicht (genug) verarbeitet sind
  • Übermäßiges Verlangen nach: Essen, Glücksspiel, Internetgebrauch, Pornokonsum, Einkaufen, Drogen, Alkohol, Medikamenten, ... (Entzugsbehandlungen können jedoch bei uns ambulant nicht durchgeführt werden)
  • Probleme mit dem Essen (Untergewicht, Bulimie, Essanfälle)
  • Schwierigkeiten im Umgang mit starken Gefühlen
  • Schwierigkeiten mit der Sexualität

 

Wie bekomme ich einen Therapieplatz?

Wenn Sie Interesse an einer Therapie in unserer Ambulanz haben, drucken Sie bitte unseren Eingangsfragebogen und den dazugehörigen Begleitbrief aus. Wir bitten Sie, das Begleitschreiben bis zum Ende durchzulesen und bei Interessse den Eingangsfragebogen an uns zurückzuschicken.   

Das Begleitschreiben und den Eingangsfragebogen können Sie hier herunter laden:
Begleitbrief zum Eingangsfragebogen
Eingangsfragebogen
 

Wenn Sie den Eingangsfragebogen nicht herunterladen oder ausdrucken konnten, rufen Sie uns bitte an. 
Wir senden Ihnen dann beides per Post zu.
Tel.: 0228 - 433 646 – 0         

Bitte füllen Sie den Fragebogen aus und senden Sie ihn per Post an uns zurück. Wir möchten Sie vorsorglich darauf hinweisen, dass wir aufgrund der sehr hohen Nachfrage keine Warteliste führen. Bei uns werden frei werdende Therapieplätze an zu der Zeit nachfragende Patient:innen vergeben. Dazu bewahren wir Ihren Eingangsfragebogen 6-8 Wochen auf.
Wir empfehlen Ihnen wegen der Knappheit von Therapieplätzen, sich auch bei anderen Behandler:innen vorzustellen oder sich auf deren Warteliste setzen zu lassen.

 

Was passiert nach der Anmeldung?

Wenn wir Ihnen einen Therapieplatz anbieten können, folgt das Erstgespräch mit einer/einem Therapeut:in aus unserem Leitungsteam zum gegenseitigen Kennenlernen. Der/die Therapeuti:n verschafft sich einen Überblick über die vorliegenden Probleme und bespricht mit Ihnen, ob eine Psychotherapie angezeigt ist oder eine andere Form der Unterstützung vielversprechender erscheint. Wenn eine Verhaltenstherapie in unserer Ambulanz angezeigt erscheint und Sie sich für die Behandlung entscheiden, erhalten Sie einen festen Therapieplatz bei einem/einer unserer Therapeut:innen, immer am gleichen Wochentag und zur gleichen Uhrzeit.

Bitte bringen Sie Ihre Versicherungskarte und gegebenenfalls Unterlagen (Entlass- und Arztberichte) zum Erstgespräch mit. Eine ärztliche Überweisung ist nicht notwendig.

Zunächst finden zwei Sprechstunden und vier probatorische Sitzungen (Probesitzungen) statt. Sie dienen dem Kennenlernen, der ausführlichen Diagnostik, Anamnese und Therapieplanung. 

Anschließend kann entweder eine Kurz- (12 bis 24 Stunden) oder Langzeittherapie (60 Stunden, ggf. auch länger) durchgeführt werden. Die Therapiedauer hängt von der Komplexität der Problematik und den Zielen des/der jeweiligen Patient:in ab. Die Einzeltherapiesitzungen dauern jeweils 50 Minuten. Sie finden in der Regel einmal pro Woche statt.

 

Behandlungskosten

Die Behandlungskosten in unserer Ambulanz werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Voraussetzung ist, dass eine psychische Störung mit Krankheitswert vorliegt. In diesem Fall stellen wir bei der Krankenkasse einen Antrag auf Kostenübernahme. Für Patient:innen die privat versichert sind, haben wir nur eine begrenzte Anzahl an Therapieplätzen.

 

Wer sind unsere Therapeutinnen und Therapeuten?

Unsere Behandler:innen haben alle bereits ausführliche Erfahrungen mit Patient:innen gesammelt und ein Universitätsstudium in Psychologie abgeschlossen. Sie befinden sich in der zweiten Hälfte ihrer Psychotherapie-Ausbildung in der Fachrichtung Verhaltenstherapie. Unsere Therapeutinnen und Therapeuten werden während der gesamten Behandlung von erfahrenen und in ihrem Fach besonders ausgewiesenen Kolleg:innen (Supervisor:innen) begleitet und beraten. Die durchgeführten Therapien unterliegen strengsten Qualitätskriterien.

 

Verhaltenstherapie im Zentrum für Psychotherapie Bonn

Im Zentrum für Psychotherapie in Bonn führen wir psychotherapeutische Behandlungen nach dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Therapieforschung durch.

Am Beginn der Therapie steht eine ausführliche, psychologische Diagnostik, in der das problematische Verhalten möglichst genau untersucht wird. Neben der Diagnosestellung gehört dazu auch das Ergründen der Faktoren, die zur Entstehung und Aufrechterhaltung der Probleme geführt haben. Die Ergebnisse der Diagnostik werden ausführlich mit dem/der Patient:in besprochen. Im Anschluss daran erfolgt die Klärung der Therapieziele und die Erarbeitung eines individuellen Therapieplans.

Die Kosten einer ambulanten Psychotherapie trägt im Regelfall die Krankenkasse. Nach den ersten fünf Terminen verfasst der/die Behandler:in einen Bericht zum Antrag auf Psychotherapie für die zuständige Krankenkasse. Während einer Frist von einigen Wochen wird die Notwendigkeit der Behandlung durch Ihre Krankenkassen überprüft. Sobald die Behandlung bewilligt wird, kann die Therapie beginnen.

Um die Qualität der Behandlungen sicherzustellen stehen die Therapien unter kontinuierlicher Supervision – das bedeutet, dass erfahrene Therapeut:innen die gesamte Behandlung (Diagnosestellung, Therapieplanung, –durchführung und –beendigung) begleiten. Darüber hinaus haben wir uns zur kontinuierlichen Überprüfung der Erfolge unserer Behandlungen und deren Nachhaltigkeit verpflichtet. Dazu werden vor Beginn, während und nach Abschluss jeder Therapie die Stärke der Symptome und der Grad der Zielerreichung gemessen.

Als staatlich anerkannte Einrichtung richten wir unsere Behandlungen nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen aus.

Eine Therapie in der RHAP ist gekennzeichnet durch:

  • Einsatz wissenschaftlich überprüfter und wirksamer Therapiemethoden
  • umfassende Diagnostik, individuelle Verhaltensanalyse und Therapieplanung
  • engagierte Therapeut:innen, die mit Ihnen individuelle Lösungen suchen
  • problembezogene und lösungsorientierte Therapiedurchführung
  • systematische Qualitätssicherung

 

Was ist Verhaltenstherapie?

Was ist Verhaltenstherapie?

Denken – Fühlen -  Handeln

Die Verhaltenstherapie ist eine von mehreren Möglichkeiten, psychische Probleme und Störungen zu behandeln. Ihre Erfolge sind wissenschaftlich sehr gut belegt.

In der Verhaltenstherapie, auch kognitive Verhaltenstherapie genannt, werden die Schwierigkeiten und Probleme im Hier und Jetzt bearbeitet. Mit "Verhalten" ist aber nicht nur das sichtbare Handeln eines Menschen gemeint. Unser Verhalten wird ganz entscheidend dadurch bestimmt, was wir denken und was wir fühlen. Im Rahmen einer Verhaltenstherapie wird deswegen nicht nur am konkreten, sichtbaren Verhalten gearbeitet, sondern auch an den Gefühlen und Gedanken.

Mit „Kognition“ ist unser Denken und die Art und Weise, wie wir Informationen aus unserer Umgebung verarbeiten, gemeint.

Ein weiterer Kerngedanke in der Verhaltenstherapie ist, dass jedes Verhalten, egal ob problematisch oder unproblematisch, im weitesten Sinne gelernt ist, also durch unsere Erfahrungen beeinflusst wurde. Dies bedeutet, dass unerwünschtes Verhalten, egal ob Gedanken, Gefühle oder Handlungen, auch wieder verlernt werden kann.

Moderne kognitive Verhaltenstherapie ist problemorientiert und setzt in der Regel an der aktuell bestehenden Problematik an. Das therapeutische Vorgehen wird auf die jeweilige Störung und den/die jeweiligen Patient:in zugeschnitten. Außerdem ist die kognitive Verhaltenstherapie zielorientiert. Die Patienten legen gemeinsam mit dem/der Behandler:in die Ziele der Therapie fest. Sind die Ziele erreicht, wird die Behandlung beendet. Im Vergleich zu anderen Therapieformen sind verhaltenstherapeutische Behandlungen häufig von kürzerer Dauer. Verhaltenstherapie ist handlungsorientiert. Damit die Therapie wirkt, ist die aktive Beteiligung der Patient:innen sehr entscheidend. Wer die Therapie zu seiner eigenen Sache macht und aktiv mitgestaltet, hat die besten Chancen auf einen dauerhaften Erfolg. Dabei geht es unter anderem um ein aktives Erproben von neuen Verhaltens-, Denk- und Erlebensweisen sowie Problemlösestrategien. Außerdem ist Verhaltenstherapie transparent. Alle Aspekte des therapeutischen Vorgehens werden verständlich erklärt, so dass der/die Patient:in und die Angehörigen gut nachvollziehen können, wie es zur aktuellen Problematik gekommen ist und welche Wege aus der Symptomatik herausführen können. Zu Beginn einer jeden Verhaltenstherapie werden deswegen die Bedingungen untersucht, die zur Entstehung und zur Aufrechterhaltung der Problematik geführt haben.

Zu guter Letzt bedeutet Verhaltenstherapie „Hilfe zur Selbsthilfe“. Ziel ist es, dass der/die Patient:in und seine/ihre Bezugspersonen Strategien an die Hand bekommen, die sie auch in Zukunft, nach Ende der Therapie, erfolgreich anwenden können.

Verhaltenstherapie ist anstrengend und Veränderung kann Angst machen. Gedanken, Gefühle und Handlungen zu verändern erfordert Motivation und kostet Mühe, auch wenn diese Gedanken, Gefühle und Handlungen unangenehm, unerwünscht und krank machend sind. Nur wer im Rahmen der Therapie neben Verständnis und Erkenntnisgewinn auch Anstrengung erlebt und immer wieder eigene Grenzen überwindet, wird den erwünschten Erfolg erzielen. Außerdem braucht Verhaltenstherapie Zeit. Es reicht nicht aus, sich nur einmal in der Woche im Rahmen der Therapiesitzung mit seinen Problemen auseinander zu setzen. Eine erfolgreiche Veränderung findet zwischen den Sitzungen statt und erfordert eine tägliche Beschäftigung mit den Inhalten der Therapie.

Verhaltenstherapie ist wissenschaftlich begründet und verfügt über eine große Anzahl unterschiedlicher Techniken und Behandlungsmaßnahmen.